Gitarren Saiten
Bei Gitarrensaiten gibt es eine große Auswahl. Gitarrensaiten werden aus fünf unterschiedlichen Materialien hergestellt. Es gibt Gitarrensaiten aus Naturdarm, genannt Darmsaiten. Es gibt Gitarrensaiten aus Seide, welche dann auch Seidensaiten heißen. Nylonsaiten werden aus Polyamid hergestellt. Carbonsaiten bestehen aus PVDF. Es gibt Stahlsaiten und Seilsaiten, dies sind Stahlsaiten welche mit Nylon umspannt wurden. Es werden aber immer wieder neue Materialien ausprobiert. Für die Basssaiten werden gerne dickere, aber flexible Saiten genommen. Diese haben einen flexiblen Kern, genannt Seele, der mit veredelten Drähten umwickelt ist. Die Umwicklung nennt man wound. Einige Gitarrensaiten werden mit Beschichtet. Die Beschichtung soll gegen Oxidation durch Luftfeuchtigkeit, Schweiß und Hautfett vorbeugen. Auch die natürliche Abnutzung soll so verringert werden. Die Lebensdauer einer Gitarrensaite liegt zwischen einigen Wochen und einige Monaten, je nach Nutzung. Ist eine Gitarrensaite verbraucht, dann verliert sie so langsam den Klang.
Natürlich gab es als erstes Darmsaiten, welche aus gereinigten, getrockneten und gedrehten Tierdärmen hergestellt werden. Heutzutage sind die meisten Gitarrensaiten aus künstlichem Material gefertigt. Die künstlichen Saiten starteten 1946 richtig durch, da der Krieg zu Lieferengpässen führte.
Natürlich muss man die Art der Gitarre bei der Auswahl der Saiten berücksichtigen. Bei einer Flamenco-Gitarre und einer Konzertgitarre nutzt man gerne Darm-, Nylon- und Carbonsaiten. Einige Musiker entscheiden sich auch für Seidensaiten. Stahlsaiten hören sich heller und lauter an als Nylonsaiten. Dies führt dazu, dass man sie oft bei Westerngitarren findet.
Manchmal schreibt die Technik dem Musiker die Wahl der Saite vor. Möchte man mit einem elektromagnetischen Tonabnehmer arbeiten, muss man oft zwangsweise Stahlsaiten benutzen. Dies liegt daran, dass einige Tonabnehmer andere Saiten nicht erkennen.